B.A. Digitale Wirtschaft (Live-Webinar) 28.05.2020 18:00-19:00 UhrÖffnen

Live Webinar: Was brauchen die Studierenden an technischer Ausstattung?

Am 01.04.2020 beginnt - wie geplant - das Semester bei der VWA München. Dieses Mal nicht wie gewohnt in Präsenzform, sondern online. Damit befolgen wir die Empfehlungen der Bundesregierung, so wenige soziale Kontakte wie möglich zu haben, um uns und andere zu schützen. Es ist für uns alle eine große Umstellung. Damit sie aus der technischen Sicht gut gelingt, erklärt Dr. Ernst Ruf, Geschäftsführer der VWA München, welche technischen Voraussetzungen die Studierenden erfüllen sollen.

Dr. Ernst Ruf:

Am besten ist es, die Teilnahme findet zuhause oder am Arbeitsplatz an einem PC mit Lautsprecher und Mikrofon statt. Idealerweise hat man ein Headset für die Tonqualität und bei „Audio on“ für die Vermeidung von Rückkopplungen. Rückkopplungen äußern sich über unangenehme, laute Pfeifgeräusche, die für alle Teilnehmenden unerträglich sein können. Daher – und auch im Falle von Hintergrundgeräuschen - mit der Maus über dem Mikrofon-Button bleiben und nur für den Sprechvorgang dieses einschalten, ansonsten immer „muten“. Eine Kamera ist nur notwendig, wenn man sich unbedingt zeigen möchte. Es ist aber empfehlenswert, zur Minimierung der Last, die Kamera immer auszuschalten bzw. nur einzuschalten, wenn man einen Redebeitrag leistet. Oder vielleicht am Anfang der Veranstaltung zum Social Viewing. Natürlich können die Teilnehmer – bei gutem Empfang – der Vorlesung auch über das Smartphone folgen. Ein großer Bildschirm ist aber immer zu empfehlen. Einige Teilnehmer melden sich auch mit mehreren Devices an: Sprache über Smartphone mit Kopfhörer, Bild über PC. Oder Bild über Fernseher direkt oder Screen Mirroring. Vorteilhaft ist auch, wenn die Teilnehmer dann auch noch ihr Skript auf dem Tablet oder ausgedruckt parat haben, um es wertvoll mit Bemerkungen anzureichern. Wir sind gespannt, wie unsere Studierenden mit der Technik und der neuen Form des Lehrens und Lernens zurechtkommen und freuen uns auf das Feedback mit guten weiteren Ideen, wie man die technische Challenge noch meistern kann.

Können die Studierenden an der Vorlesung aktiv teilnehmen bzw. Fragen stellen? Wie können sie mit dem Dozenten in Dialog treten?

Dr. Ernst Ruf:

Die meisten kennen sicher aus ihrer Arbeit oder spätestens jetzt die virtuellen Kommunikationsmöglichkeiten (etwa Skype professional, Webex, …) und haben an dem einen oder anderen Live-Webinar schon teilgenommen. Unsere Plattform erlaubt dynamisch unterschiedliche Modi von reiner Präsentation, Präsentation mit Einzelaudio- oder Einzelvideozuschaltung von Teilnehmern bis zu Diskussion, wo praktisch die Teilnehmer direkt alle zugeschaltet sind und sich einbringen können.

Der Dozent steuert während seiner Veranstaltung, wann er Diskussionen oder Einzelbeiträge zulässt. Daneben gibt es die Chat-Funktion. Die Möglichkeit, auch während der Veranstaltung mit dem Dozenten in Kontakt zu treten, ist also in gewissem Rahmen sichergestellt. Natürlich erfordert dies von allen Teilnehmern etwas Disziplin, und unsere Dozenten müssen auch zusätzliche Erfahrungen mit der Plattform sammeln. Da kann es schon sein, dass es am Anfang etwas ruckelt. Aber wir bitten die Studierenden um etwas Rücksicht und auch die weiteren Kommunikationsmöglichkeiten, die der Dozent anbietet, zu nutzen.

Live-Webinare bedeuten, dass die Studierenden die Vorlesungen live verfolgen können. Besteht die Möglichkeit, diese nochmal zu sehen?

Dr. Ernst Ruf:

Nun, dies ist, fragt man einen Juristen zum Datenschutz, eine sehr heikle Frage, die wir wie folgt beantworten. Ist der Dozent bereit, eine Aufzeichnung zuzulassen, sodass er schließlich auf den REC-Knopf zu Beginn der Veranstaltung drückt, dann werden wir – nachdem der Dozent die Aufnahme freigibt – die Veranstaltung für die Studierenden über Video-on-demand auf einer Streaming-Plattform bereitstellen. Dies hat Vorteile für diejenigen, die die Veranstaltung aus irgendwelchen Gründen versäumt haben oder die sich noch einmal bestimmte Ausschnitte zum Zwecke der Wiederholung ansehen möchten. Die VWA München regt die Dozierenden an, diese Möglichkeit zu schaffen. Dabei erwähnen wir gleich, dass jeglicher Rechtsweg auf Basis der Aufnahme gegen die Dozierenden oder die VWA ausgeschlossen ist. D.h. insbesondere, dass niemand die Aufnahmen nutzen darf außer zum Zwecke des Selbststudiums. Ebenso regen wir die Studierenden an, sich – wenn möglich – bei den Vorlesungen zu beteiligen, damit die Veranstaltung lebendig bleibt und aufkommende Fragen beantwortet werden. Davon hat jeder etwas. Daher ist gleich zu Beginn wichtig, dass geklärt ist, ob eine Aufnahme stattfindet oder nicht, wobei wir per Default von einer Aufnahme ausgehen. Bereits beim Login muss nun der Teilnehmer entscheiden, ob er sich mit seinem Namen outet oder er lieber anonym bleiben will und einen Nickname oder ein mehr oder weniger sprechendes Nameskürzel eingibt, da der Name in der Teilnehmerliste für jeden sichtbar ist. Jeder Teilnehmer entscheidet für sich, was er von sich preisgibt. Dadurch ist aus Sicht der VWA die Anonymität ausreichend gewährleistet.